Punkt mit gemischten Gefühlen: Kickers holen 1:1 in Jena

Am Sonntag, den 16. August 2026, waren die Eurotrink Kickers FCL Gera am 3. Spieltag der Landesklasse Staffel 1 beim FC Thüringen Jena zu Gast. Um 15:00 Uhr wurde die Partie auf dem Rasenplatz am Jenzig in Jena angepfiffen. Nach 90 intensiven Minuten stand ein 1:1-Unentschieden. Ein Punkt, mit dem die Kickers nach der bitteren Niederlage gegen Ilmenau grundsätzlich leben können, auch wenn an diesem Nachmittag durchaus mehr möglich gewesen wäre.

Zumindest die äußeren Bedingungen spielten diesmal besser mit. Nach der großen Hitze am Vortag waren die Temperaturen angenehmer. Sportlich trafen die Kickers auf einen Gegner, der laut dessen Trainer ebenfalls nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Umso mehr blieb nach Abpfiff das Gefühl, dass Jena mit dem Punkt etwas zufriedener sein dürfte als die Gäste aus Gera.

Die Kickers kamen gut in die Partie und hatten das Geschehen in der ersten Halbzeit weitgehend unter Kontrolle. Die Mannschaft zeigte nach dem Rückschlag gegen Ilmenau die gewünschte Reaktion, war präsent und erspielte sich immer wieder Möglichkeiten. In der 23. Minute folgte die verdiente Belohnung: Leon Stein, an diesem Nachmittag einer der besten Spieler auf dem Platz, brachte die Kickers mit 1:0 in Führung.

Danach bot sich mehrfach die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen und das Spiel frühzeitig in die gewünschte Richtung zu lenken. Lukas Büttner und Florian Graupner kamen zu Möglichkeiten, auch Reza Tajik und Marc Zausch sorgten im Zentrum für Gefahr. Doch genau das zweite Tor, das den Kickers zusätzliche Sicherheit gegeben hätte, wollte nicht fallen. Mit einem 2:0 wäre die Partie möglicherweise schon deutlich früher auf die Seite der Geraer gekippt. Stattdessen blieb der Gastgeber im Spiel.

Nach dem Seitenwechsel wurde Jena vor allem durch lange Einwürfe gefährlich. Die Kickers wussten um dieses Mittel, konnten es aber nicht über die gesamte Partie verteidigen. In der 59. Minute landete der Ball schließlich zum 1:1 im Geraer Tor. Ein besonders ärgerlicher Gegentreffer, weil die Mannschaft zuvor selbst genügend Möglichkeiten gehabt hatte, für klarere Verhältnisse zu sorgen.

Die Kickers ließen sich davon nicht hängen und suchten weiter den Weg nach vorne. In der Schlussphase boten sich noch Chancen auf den Siegtreffer. Lukas Schramm lief bei einer aussichtsreichen Situation ein, erwischte den Ball jedoch mit dem falschen Fuß. Nach einer Ecke kamen außerdem Leon Stein und Marc Zausch zum Abschluss, doch beide Schüsse wurden geblockt. Etwas Zählbares sprang aus den letzten Offensivaktionen nicht mehr heraus, sodass es beim 1:1 blieb.

Auch personell reagierten die Kickers im Verlauf der Partie. Laut den offiziellen Spieldaten gab es Wechsel in der 52., 65., 74. und 90. Minute. Entscheidend war jedoch, dass die Mannschaft auch nach den Veränderungen versuchte, gemeinsam nach vorne zu spielen und die Partie noch auf ihre Seite zu ziehen.

Unter dem Strich bleibt ein Punkt mit gemischten Gefühlen. Gerade die erste Halbzeit zeigte, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Die Kickers hatten das Spiel im Griff, gingen verdient in Führung und erspielten sich genügend Möglichkeiten für einen zweiten Treffer. Gleichzeitig zeigte die Partie aber auch, woran weiter gearbeitet werden muss. Vor dem gegnerischen Tor fehlte die letzte Konsequenz, während auf der anderen Seite eine der gefährlichen Standardsituationen zum Ausgleich führte.

Die Mannschaft befindet sich weiterhin in einer Findungsphase. Einige neue und junge Spieler müssen integriert werden, Abläufe müssen sich festigen und die Mannschaft als Einheit weiter zusammenwachsen. Genau darin sieht das Trainerteam aber auch die Chance für die kommenden Wochen. Alle sollen mit ins Boot genommen werden, denn gerade mit Blick auf das schwere Programm der nächsten Spiele wird es auf den gesamten Kader und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ankommen.

Das Fazit fällt deshalb trotz des verpassten Sieges zuversichtlich aus: „Nach der bitteren Niederlage gegen Ilmenau können wir mit dem Punkt grundsätzlich zufrieden sein, auch wenn heute mehr drin war. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff und müssen eigentlich das 2:0 machen. Wir befinden uns mit einigen neuen und jungen Spielern weiterhin in einer Findungsphase. Alex Kövesdi und ich sind aber zuversichtlich. Wir wollen alle mit ins Boot nehmen, nach vorne schauen und weiterarbeiten. Ich bin optimistisch. Wir werden das schon machen.“

Nun wartet auf die Eurotrink Kickers ein anspruchsvolles Programm. Der Punkt aus Jena soll dabei vor allem eines sein: ein Schritt nach vorne nach der bitteren Niederlage gegen Ilmenau. Die Mannschaft muss weiter zusammenfinden, vor dem Tor konsequenter werden und als Einheit wachsen. Der Blick geht nach vorn… oder, wie es nach dem Spiel passend hieß: „Geht schon weiter.“

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Veröffentlichung

Mo, 17. August 2026

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