Starke Reaktion bleibt unbelohnt

Die Eurotrink Kickers FCL Gera empfingen die BSG Wismut Gera zum Geraer Stadtduell. Am Ende mussten sich unsere Kickers mit 1:3 geschlagen geben. Dabei zeigte die Mannschaft vor allem nach der Pause eine deutliche Leistungssteigerung. Umso bitterer war es, dass eine gute Phase in der zweiten Halbzeit ohne den verdienten Ertrag blieb und Wismut die Partie schließlich durch Standardsituationen für sich entscheiden konnte.

 

Unsere Kickers fanden zunächst nur schwer in die Begegnung. Die Anfangsphase wurde verschlafen und die Mannschaft wirkte teilweise zu ängstlich. Dadurch gelang es nicht, das, was man sich vor der Partie vorgenommen hatte, zu hundert Prozent auf den Platz zu bringen. Dennoch blieb die Mannschaft im Spiel und schaffte den wichtigen Ausgleich zum 1:1. Dieser Treffer gab den Kickers neuen Schwung und war die Grundlage für eine deutlich bessere zweite Halbzeit.

 

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild. Die Kickers kamen wesentlich besser aus der Kabine, spielten mutiger und hatten nun ihre stärkste Phase der Begegnung. Über rund 20 bis 25 Minuten war unsere Mannschaft richtig gut im Spiel. Genau in dieser Phase bestand die große Möglichkeit, selbst einen weiteren Treffer zu erzielen und die Partie in die eigene Richtung zu lenken. Die Chancen waren vorhanden, doch die Belohnung blieb aus.

 

Das sollte sich rächen. Wie im Vorfeld erwartet, wurde Wismut vor allem nach Standards gefährlich. Genau dort verteidigten die Kickers in den entscheidenden Situationen nicht konsequent genug und wurden dafür bestraft. Die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten und entschieden die Begegnung letztlich mit 3:1 für sich.

 

In der Schlussphase wurde die Partie zusätzlich emotional. Nach einer unübersichtlichen Aktion, bei der unser Torhüter am Kopf getroffen wurde, herrschte zunächst große Sorge um unseren Spieler. Da die Situation aus Sicht der Beteiligten nicht eindeutig zu erkennen war, soll die Aktion selbst an dieser Stelle auch nicht bewertet werden. Für Unverständnis sorgte allerdings der anschließende Umgang mit der emotionalen Reaktion unseres Trainers. Für ihn stand in diesem Moment vor allem die Sorge um die Gesundheit seines Spielers im Vordergrund. Dass die Kommunikation mit dem Schiedsrichter schließlich in einer Gelb Roten Karte für den Trainer endete, war aus seiner Sicht nur schwer nachvollziehbar.

 

Trotz aller Emotionen soll diese Szene nicht im Mittelpunkt stehen. Entscheidend ist die eigene Leistung. Die Kickers müssen von Beginn an mutiger auftreten und die eigenen Vorgaben konsequenter umsetzen. Gleichzeitig hat die zweite Halbzeit gezeigt, welche Qualität in dieser Mannschaft steckt. Das Team steigerte sich, hielt zusammen und hatte eine Phase, in der deutlich mehr möglich gewesen wäre. Künftig gilt es, genau solche starken Minuten konsequenter zu nutzen und sich mit Toren zu belohnen. Gleichzeitig muss die Mannschaft bei gegnerischen Standards aufmerksamer und entschlossener verteidigen.

 

Das Fazit des Trainers fällt deshalb trotz der Enttäuschung kämpferisch aus: „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und haben das, was wir uns vorgenommen hatten, zunächst nicht zu hundert Prozent umgesetzt. Nach der Pause waren wir deutlich besser und hatten 20 bis 25 Minuten, in denen wir ein Tor machen müssen. Am Ende werden wir bei Standards bestraft. Das Spiel ist vorbei, wir haben keinen Punkt geholt, aber wir nehmen den Kopf wieder hoch und schauen nach vorne. Wir haben eine gute Mannschaft.“

 

Die Niederlage tut weh, gerade weil die Kickers nach der Pause gezeigt haben, dass mehr möglich gewesen wäre. Jetzt heißt es, als Mannschaft zusammenzubleiben, die eigenen Fehler ehrlich anzusprechen und weiterzuarbeiten. Der Kopf geht wieder hoch und der Blick richtet sich nach vorn.


 

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Veröffentlichung

Mo, 14. September 2026

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